Eine Wanderung in das eigene Ich

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December 1, 2017

Jens Vosskamp, Nürnberger Nachrichten

„Muss es immer das zuweilen doch etwas schwerfällige Klavier sein? Nein, muss es nicht, findet Klaus Jäckle. Der Nürnberger Gitarrist wusste worauf er sich einließ: Den Fingersatz vom Flügel auf sein Instrument umzumodeln, ist eine herausfordernde Sache. (…)

Da sind viel Technik und Virtuosität gefragt, aber darin erschöpft sich Jäckles hochsensible Lesart eben nicht. Er wird im wahrsten Sinn des Wortes zum Wegbegleiter des verzweifelten Wanderers. (…)

In Tilman Lichdi hat man einen brillanten Deuter dieser Selbsterfahrungsreise-durchaus von innerer Passion ergriffen und gleichzeitig auch bemüht, einen gewissen Abstand zu emotionalen Wechselbädern des vom Leben enttäuschten Schneegängers herzustellen. (…)

Diese fränkisch-schwäbische Anwandlung braucht sich jedenfalls vor noch berühmteren Paarungen nicht zu verstecken: Sie ist vollgültig in ihrem künstlerischen Ernst und von packender Noblesse.“

 

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